Aufruf zu einer vierten Warnstreikwoche vom 24. Juni bis 29. Juni 2018

Liebe Kolleg*innen,

die Gewerkschaften GEW & ver.di rufen die studentischen Beschäftigten an:

der Alice Salomon Hochschule Berlin, der Beuth Hochschule für Technik Berlin, der Freien Universität Berlin, der Hochschule für Musik Hanns Eisler, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, der Hochschule für Wirtschaft und Recht, der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Kunsthochschule Berlin Weißensee, der Technischen Universität Berlin, der Universität der Künste Berlin

zu einer weiteren Warnstreikwoche von Sonntag, 24. Juni 2018 Arbeitsbeginn bis Freitag, 29. Juni 2018 Arbeitsende auf.

In dem informellen Gespräch, zu dem Wissenschaftsstaatssekretär Krach am 15. Juni Vertreter*innen von ver.di und GEW sowie der Hochschulseite eingeladen hatte, gab es zwar Bewegung. So sind wir bei der Frage der Ankopplung an den TV-L ein gutes Stück weiter gekommen. Viele Einzelfragen sind aber noch offen und können nur in offiziellen Tarifverhandlungen abschließend geklärt werden. Die Hochschulen sind aufgefordert, uns schnellstmöglich einen Verhandlungstermin zu nennen. Bis heute haben wir noch keinen solchen Vorschlag erhalten. In dieser Situation gibt es nur eine Möglichkeit: Wir streiken weiter, um den Druck hoch zu halten und die Hochschulen endlich an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Deshalb rufen wir euch zu einer weiteren Warnstreikwoche auf.

Beteiligt euch an der weiteren Warnstreikwoche! Macht mit eurer Streikbeteiligung und den gemeinsamen Aktionen so viel Druck, dass die Hochschulen auf unsere Forderungen eingehen, insbesondere nach einer Ankopplung an die Tarifentwicklung des TV-L.

Alle Infos und Details zum Streik findet ihr täglich aktualisiert auf der Mega-Streik-Seite

 

7 thoughts on “Aufruf zu einer vierten Warnstreikwoche vom 24. Juni bis 29. Juni 2018

  • So langsam finde ich Euren Streik echt unverschämt… Die einzigen die darunter leiden sind die Studenten, hier an der TU Berlin brauchen wir unsere Tutoren nicht nur, damit sie Ihre Tutorien halten sondern auch damit sie Hausaufgaben etc kontrollieren. Ihr hab bereits letztes Semester in der Klausurenphase 2 Wochen gestreikt und jetzt wollt Ihr dieses Semester in die 4rte Woche gehen???? Eure Ziele in allen Ehren aber Ihr habt dann insgesamt 6 Wochen in diesem Jahr gestreikt was insgesamt nur 6 Monate hat wovon 1 1/2 Monate Semesterferien waren… Aus meiner Sicht ist das nurnoch unverschämt, habt Ihr schonmal darüber nachgedacht das es auch andere Streikwege gibt? z.b. wenn Ihr die Klausuren alle mit voller Punktzahl bewertet… Aber nein ein positiver Weg zu Streiken der uns Studenten nicht das Semester vollkommen kaputt macht ist Euch ja nicht eingefallen stattdessen noch eine Woche mehr… Aus meiner Sicht seid Ihr eine Schande für Euren Berufszweig und erreicht durch den Streik nichts als berechtigten Unmut der Studierenden auf Euch zu ziehen.

    • Bereits im Februar gab es eine öffentliche Resolution, den Streik im Notfall auszuweiten, wenn die Hochschulen nicht reagieren. Nichts anderes passiert gerade. Den Hochschulen war dies also bekannt und sie haben nichts unternommen. Dein Ärger in allen Ehren, doch Schuld ist in diesem Fall deine Hochschule, die seit Februar Däumchen gedreht hat.

    • Es ist gut, dass du deinen Frust ansprichst. Wir benötigen jede Stimme, auch die kritischen. Da du erkennst wie wichtig die Tutorien sind, solltest du deine Stimme gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse erheben und nicht gegen die Betroffenen, die einen Ausweg aus dieser Situation suchen. Lass die Hochschulleitung wissen, welchen Stellenwert die Tutorien im Studium haben! Bleib kritisch, hilf weiter!

    • Die Klausuren werden von den Tutoren nur vorkorrigiert – am Ende entscheidet die Professoren über die Punktevergabe. Dein Vorschlag für einen Streik (Protest?) würde also nur dazu führen, dass entweder die Klausuren für ewig unkorrigiert bleiben, oder von den Professoren komplett korrigiert werden müssen, was in einem Kurs mit mehreren hundert Studierenden Monate dauern würde, wenn es überhaupt möglich ist. D.h., die Studenten würden noch weniger ihre Module fristgerecht noch weniger schaffen können.

    • Der Streik wird maßgeblich von den Tutor_innen der TU getragen. TVStud darüber zu informieren welche Zustände in den Tutorien der TU herrschen ist daher ziemlich redundant und eine Belehrung über Streikpraktiken ziemlich anmassend. Zentraler ist, dass es die Pflicht der Hochschulen ist die Studierbarkeit der Studiengänge zu gewährleisten – nicht die Plficht der Tutor_innen. Solltest du also deinen Studiengang nicht studieren können, würde ich dein Anliegen der TU vortragen. Auch ein Grund zur Klage liegt möglicherweise vor.

      Die 6 Wochen Streik sind nichts gegen die 1.5. Jahre in denen die Gewerkschaften mit den Hochschulen verhandelt haben, wobei die Angebote der Hochschule teils über die Zeit schlechter wurden (gestern ja auch wieder), weil man die TK zermürben wollte. Zu befürchten, dass der Unmut der Studierenden sich gegen TVStud richtet, ist daher nicht verständlich. Jede_r hat die Verantwortung für seinen eigenen Wissensstand bzgl. dieses Arbeitskampfes. Die Informationen liegen auf dem Tisch und werden nicht mal angezweifelt. Adressat des Unmuts hat aus logischen und emotialen Gründen die Universität.

  • @VerärgerterStudent
    Dass es für Studierende ergerlich ist, wenn irhe Tutorien ausfallen ist verständlich. Das Problem ist allerdings, dass Streiks nur funktionieren indem sie Druck aufbauen und im Falle von Tutor*innen geht das leider nicht unabhänig von Studierenden. Um so ärgerlicher ist es, dass die Arbeitgeberseite, also die Unileitungen sich keinen schritt bemüht und vermutlich noch darauf setzt, dass frustrierte Studierende sich gegen ihre Tutor*innen wenden und damit den Arbeitskampf zum einknicken bringen.

    Deinen Vorschlag alle Klausuren gut zu bewerten finde ich prinzipiell super, aber er wird a) rechtlich nicht durch das Streikrecht gedeckt und baut b) keinen Druck auf die Arbeitgeber*innen auf.

    Im übrigen Streiken ja nicht nur Tutor*innen und für viele von uns SHKs ist das arbeitsjahr durchaus 12 Monate lang.

    Wenn du dich so über die auswirkungen des Streiks ärgerst beschwere dich doch bei deiner Unileitung, dass sie nach 17JAHREN immernoch keine lohnanpassung gewährt.

  • Ich finde es sehr gut und wichtig, dass Betroffene streiken, ihr Stimme erheben und sich ihre Rechte erkämpfen (was ja leider notwendig ist). Es ist kein Zuckerschlecken für die Streikenden, Seminare usw. Ausfallen zu lassen, da vieles auch nachgearbeitet werden muss und sich die Meisten pflichtbewusst an die Erfüllung der Seminarinhalte halten und selbst wollen, dass die Student*innen vorankommen.

    Ich bin froh, dass es durch Streiks zu (hoffentlich nachhaltigen) Verbesserungen kommt. Leider ist es oft der letzte Weg, und genau da liegt der Fehler im System. Man MUSS blockieren, um gehört zu werden.
    Das ist Ursprungspunkt und das ganze Problem, nicht das Wehren und Aufbäumen der Unterbezahlten, denen keine andere Chance bleibt.

    Macht weiter so!

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