PM: Tarifverhandlungen gehen in die entscheidende Phase

Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die rund 8.000 studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen werden am morgigen Donnerstag, 19. April fortgesetzt. Die Gewerkschaften riefen die Arbeitgeber im Vorfeld auf, sich in einem entscheidenden Punkt zu bewegen, um endlich einen Durchbruch erzielen zu können.

„Der Knackpunkt ist, dass sich die Hochschulen weigern, die Löhne der studentischen Beschäftigten an die Lohnentwicklung der anderen Hochschulbeschäftigten anzukoppeln“, erklärte Tom Erdmann, der als Vorsitzender der GEW BERLIN die Verhandlungen für die GEW führt. „Eine Anbindung ist dringend nötig, damit es nicht wieder zu einem solch skandalösen Lohnstillstand kommt, wie die Studierenden ihn bereits über die letzten 17 Jahre erlebt haben. Seit 2001 warten die studentischen Beschäftigten auf eine Lohnerhöhung, während sich die Lebenshaltungskosten seitdem dramatisch erhöht haben“, stellte Erdmann fest.

Kurz vor Ostern hatten die Hochschulen ein neues Angebot vorgelegt und sich dabei unter dem Eindruck der Streiks im Wintersemester endlich ein Stück auf die Gewerkschaften zubewegt. Konkret hatten sie vorgeschlagen, den Stundenlohn nach Abschluss eines neuen Tarifvertrages auf 12,13 Euro anzuheben und dann bis Ende 2023 jährlich um 1,4 Prozent zu erhöhen (2020 um 1,6 Prozent). Mit diesem Angebot läge der Stundenlohn ab 2023 bei 13,04 Euro.

„Unsere Streiks im Januar und Februar haben offenbar Wirkung gezeigt. Die Hochschulen haben sich ein Stück bewegt“, sagte Matthias Neis, der für ver.di die Verhandlungen führt. „Nicht akzeptabel ist allerdings, dass das Angebot der Hochschulen erst ab 2020 einen Stundensatz von 12,50 Euro vorsieht, während die TU Berlin diesen Betrag ihren studentischen Beschäftigten bereits seit Jahresbeginn freiwillig bezahlt. Hier muss die Angleichung deutlich schneller erfolgen“, forderte Neis.

GEW und ver.di betonten, dass es ohne eine verbindliche Ankopplung der Löhne der studentischen Beschäftigten an die der hauptberuflichen Hochschulbeschäftigten kaum eine Einigung geben wird. Weitere Streiks wären dann unvermeidlich.

Presseerklärung der GEW Berlin vom 18.04.2018

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