Nach 44-Cent-Angebot: Präsidium der FU Berlin belagert

Mit Dutzenden selbstgemachten Plakaten zogen heute Mittag rund 100 studentische Beschäftigte vor das Präsidium der Freien Universität (FU), einem der größten Arbeitgeber für Studierende, und machten ihrem Unmut Luft.

„44 Cent Lohnerhöhung nach 16 Jahren Lohnstillstand. So sieht also die Wertschätzung unserer Arbeit durch die Hochschulen aus“, ärgerte sich Franziska Hamann-Wachtel, Mitglied der Tarifkommission auf der Kundgebung an der FU. „Wir werden für alles Mögliche eingesetzt, dürfen die Bibliotheken abends und am Wochenende offen halten und in Tutorien die Lehrlast abfangen, aber auf dem Reallohnverlust von 30 Prozent seit 2001 sollen wir sitzen bleiben. Das werden wir nicht akzeptieren!“, sagte Hamann-Wachtel.

Die gemeinsame Tarifkommission von ver.di und GEW hatte sich bereits unmittelbar nach den Verhandlungen am vergangenen Donnerstag entschieden, das Angebot nicht anzunehmen.

„Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen“, betonte Franziska Hamann-Wachtel. „Ansonsten werden wir den Protest weiter steigern. So lassen die studentischen Beschäftigten nicht mit sich umspringen!“

Seit dem Jahr 2001 wurden die Löhne der inzwischen 8.000 studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen nicht mehr erhöht. 2004 wurde zudem das Weihnachtsgeld gestrichen.


Verärgerte studentische Beschäftigte vor dem FU-Präsidium

Tür verschlossen, niemand beantwortet die Klingel…

FU-Vizekanzler Dannenberg wirbt um das Verständnis der studentischen Beschäftigten.

Entgegnungen von den Studis

Fotos: Christian von Polentz

Ein paar bewegte Bilder der Situation gibt es bei den Live-Videos von KlasseGegenKlasse.

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