Koalition muss Zusagen einhalten

Gemeinsame Presseerklärung von ver.di und GEW vom 02.11.2016

tvstud

Studentische Beschäftigte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben heute die Koalitionsverhandlungen für einen künftigen rot-rot-grünen Senat in Berlin mit einer lautstarken und bunten Kundgebung begleitet. Gemeinsam mit Beschäftigten aus dem Botanischen Garten an der Freien Universität (FU), der Charité-Facility-Management (CFM), Dozent*innen der Volkshochschulen und unterstützt von GEW und ver.di forderten über 200 Personen auf Plakaten, Transparenten und Flugblättern, dass die Stadt Tarifflucht, Lohndumping und prekäre Beschäftigung in ihrem Verantwortungsbereich wirksam bekämpft.

Den Studierenden geht es vor allem darum, dass die Politik sich im Koalitionsvertrag zur Finanzierung eines neuen studentischen Tarifvertrags verpflichtet. Isabella Rogner, eine der Sprecherinnen der Tarifinitiative TVStud von der Freien Universität, fasste die Erwartungen so zusammen: „Seit 15 Jahren haben die studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen keine Lohnerhöhung mehr erlebt. Damit muss jetzt Schluss sein. Im Wahlkampf haben SPD, Grüne und Linke das ebenso gesehen. Jetzt müssen sie Farbe bekennen und die überfällige Tarifsteigerung in den Hochschulverträgen ausfinanzieren. Dazu wollen wir ein klares Bekenntnis im Koalitionsvertrag.“

Ihre Sprecherkollegin Franziska Hamann-Wachtel von der Humboldt-Universität ergänzte:
„Hier stehen heute Kolleg*innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, die aber eines gemeinsam haben: Der Senat und das Land haben sich über Jahre immer weiter aus ihrer Verantwortung für diese Bereiche zurückgezogen und zugelassen, dass ihre Arbeit immer unsicherer und schlechter bezahlt wird. Für uns studentische Beschäftigte summiert sich das seit 2001 auf einen Reallohnverlust von 25 Prozent.“

Am Donnerstag, den 3. November wählen die Studierenden in GEW und ver.di ihre Tarifkommission und wollen die Hochschulen bis zum Ende des Jahres zu Verhandlungen auffordern – am besten mit einer verbindlichen Zusage seitens der Politik im Rücken.

Für Rückfragen:
Matthias Jähne, Hochschulreferent der GEW Berlin, Tel. 21 99 93-59 und Matthias Neis, ver.di-Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, Tel.: 0175 / 26 86 182.

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